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Frechdachs

Ein weiterer kleiner Schmuser war Frechdachs.

     Leider ist auch Frechdachs heute nicht mehr bei uns. Er ist, im Alter von 2 Jahren, als Erster verstorben, als ihn des Freigängers größter Feind, ein Auto, an einer etwas weiter weg gelegenen Hauptstraße anfuhr. Auch wenn er ein großer Streuner und sehr viel unterwegs war, fragen wir uns immer noch, was er in dieser Richtung wollte. ‘Wurde er vielleicht von einem Hund gejagt?’, was wir vermuten, aber natürlich nicht wissen können.

     Frechdachs, und auch alle anderen der Familienbande, hatten und haben eigentlich ihr Revier in entgegen gesetzter Richtung zu dieser Straße. Da wo es ruhig ist und sie in aller Ruhe durch die Felder und Wiesen streifen können. Autos sind ihnen von Geburt an suspekt, ja sie flüchten schon, wenn diese Fahrzeuge noch gar nicht zusehen sind und das ist auch gut so.

     Aber eines Abends kam Frechdachs einfach nicht mehr nach Hause und am nächsten Morgen fand ihn mein Vater an besagter Straße am Straßenrand, eingerollt als ob er schlafen würde… *schnief* Jeder hat ja so seinen Liebling und neben Minka war dies auch Frechdachs für mich. Dennoch ist er heute imfrechdachs01mer noch in unseren Herzen…

     Hauptsächlich hatte er weißes Fell. Sein rechtes Auge, der Hinterkopf und die Ohren, von hinten gesehen, waren schwarz. Auf dem Rücken saß vorne rechts und hinten in der Mitte jeweils ein großer, fast kreisrunder, schwarzer Punkt. Sein Schwanz war wiederum schwarz-weiß gemustert. Frechdachs Statur war wirklich sehr sehr zierlich. Der Kopf recht klein, passte irgendwie nicht wirklich zu dem Rest des Körpers, und schmale Hüften. Seine Äuglein waren grün und ein spezifisches Merkmal waren seine Ohren. Von hinten zwar schwarz, aber von vorne hell. War Frechdachs warm, meist beim intensiven Schlummern, leuchteten sie rötlich durch die Haut wie eine kleine Laterne. *zurück denkt*

     Frechdachs war der Kleinste in diesem Wurf und meine Mutter hatte Sorgen, dass er überhaupt über die Runden kam. Aber er war eine starke Persönlichkeit und frech, daher auch der Name. :D Er war lieb, verschmust und pflegeleicht. In der Wohnung fand er immer schnell sein ruhiges Plätzchen, vorzugsweise in meinem Zimmer, zum Schlafen. Meist konnte man ihn leicht tragen, da er nicht so viel wog und man hatte das Gefühl ihn wie einen nassen Sack über die Schultern geworfen zu haben. Das fand er richtig toll und war dabei sehr ruhig. :D

 

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