Die größte Aufgabe in meinem 2. Leben

Die größte Aufgabe in meinem 2. Leben

Es ist still geworden in meinem kleinen Eckzimmer mit all seinen Schachteln voll von kreativen Ideen, Experimenten, Projekten und Ergebnissen. Der Staub hat sich langsam in den Ecken gesammelt und die Spinnen ziehen ihre Kreise… Du wirst dich vielleicht sicher fragen, was ist los? Habe ich den Blog aufgegeben? Was steckt hinter Die größte Aufgabe in meinem 2. Leben?

Aufgepasst! Zur Zeit aktualisiere ich diesen Artikel…

In diesem Artikel möchte ich dir etwas näher bringen, was die genaueren Umstände dafür sind. Zum Beispiel warum es zwischen den Artikeln mal kleinere, mal größere Pausen aufweist und was genau ich als Die größte Aufgabe in meinem Leben bezeichne. Der Blog erweckt den Anschein ohne Aktivität zu sein. Wäre ich an deiner Stelle, würde ich das sicher auch denken, aber dem ist irgendwie nicht so. Denn ich bin noch da. Ich war immer da. Und ich möchte es gerne bleiben. (:

Immer im Kopf mich erklären zu müssen

Da schwingt nach meinem euphorischen Anfang vor einigen Jahren nämlich immer mehr ein schlechtes Gefühl mit, mich erklären zu müssen. Anfangs war es schon schwierig für mich zu schreiben und Bilder zu gestalten. Doch das wusste, und kannte, ich von mir schon immer. Ich habe aber viel zu blauäugig gedacht und mich übernommen. Auch weil ich dachte, dass der Austausch mit anderen Menschen mir darüber hinweghelfen könnte. Doch dem war nicht so. Ich wusste damals und auch heute nicht wie ich Fuß fassen soll.

Die größte Aufgabe in meinem 2. Leben

Es ist ein Zwiespalt, der in mir herrscht. Auf der einen Seite sagt er: ’Ich will wie die anderen sein und all das auch schaffen.’ und auf der anderen Seite sagt er mir ’Geh weg ich kann nicht. Ich KANN einfach nicht!’ Lähmung…

Und damit komme ich zu dem eigentlichen Punkt, der mich am meisten belastet. Dieser Punkt soll nie eine Ausrede sein, aber 2005 bog mein eigentliches Leben in eine andere Richtung ab, als wie ich es mir wünschte. Ich erkrankte dauerhaft. Angehörige und eine handvoll Freunde wissen darüber bescheid und respektieren es, so weit es geht, aber in all diesen Jahren habe ich nicht nur positive Erfahrungen im Umgang mit Menschen und meiner Erkrankung machen können. Ich habe Vieles gehen lassen müssen, aber auch Neues kennen lernen dürfen. 

Mehrere Diagnosen und leidige Chronifizierung

Diese Erkrankung ist leider chronisch und wie es ausschaut werde ich sie wohl mein Leben lang an der Seite tragen müssen. Schon in meiner Kindheit und Jugend litt ich unter starker Migräne. Nach einem einschneidenden Schritt in meinem Leben, hatte ich 2005 dann einen physischen und psychischen Zusammenbruch. Seitdem begleiten mich einige Diagnosen wie z.B. ein dauerhaftes chronisches Schmerzsyndrom, eine veränderte Migräne, Depressionen und Ängste, sowie eine Psychosomatische Störung, und leider noch ein bisschen mehr.

Jeden Tag aufs Neue den besten Umgang mit der Erkrankung finden

Und so begann mein neuer Weg. Wie es wohl bei jeder Krankheit ist, ich muss kämpfen und mich anstrengen. Wenn ich dies nicht mache, habe ich nachgegeben und verloren… Ich gebe oft nach, denn ich bin auch nur ein Mensch, aber ich möchte mich von dieser Krankheit nicht besiegen lassen und das ist für mich Die größte Aufgabe in meinem 2. Leben.

In schlechten Phasen nimmt mir diese besch****ne Erkrankung jeden Tag aufs Neue den Wind aus den Segeln, wenn ich nur morgens die Augen öffne. Dann ist selbst mein Alltag die größte Herausforderung selbst. Grundbedürfnisse wie z.B. mich fertig zumachen, Essen zu zubereiten, die Wohnung zum Einkaufen verlassen und vieles, vieles mehr werden zu unüberwindbaren Aufgaben.

In guten Phasen scheint sich das Leben etwas normal und richtig anzufühlen und ich versuche Nachzuholen was geht. Das kostet sehr viel Kraft und Zeit und endet leider oft wieder in einer Überforderung.

Hilfen suchen und annehmen

Die größte Aufgabe in meinem 2. Leben bezieht sich also auf diese Erkrankung(en). Gedanklich gesehen ziehe ich eigentlich jeden Tag ein kleines unsichtbares Wägelchen hinter mir hier. Mal leerer, mal voller, mal sehr hoch bepackt. Mit diesem Anhängsel musste ich lernen umzugehen. Eine Therapeutin erzählte mal:

 

“Die Erkrankung kann gerne vorbeikommen und klingeln. Sie bieten ihr eine Tasse Tee und einen Platz an und arbeiten an ihrer vorherigen Aufgabe weiter.”

Bildlich gesehen natürlich. (;

Ich habe schon so viele Tränen, Wut, Nerven und Zeit an diese Erkrankung verloren, dass ich es gar nicht mehr zählen kann/ will. Mit den Jahren bin ich aber auch an dieser Erkrankung gewachsen und ich lasse mich dadurch nicht mehr ganz so schnell aus der Spur bringen und gehe gelassener mit ihr um. Ich weiß besser, was mir gut tut und was nicht. Die Strategien aus den Therapien zum Umgang und zur Ablenkung der Erkrankung tragen ebenso gute Früchte. Mittlerweile habe ich mir ein gutes und hilfreiches Netz aus professioneller Hilfe gewoben, über das ich sehr dankbar bin und mich nicht alleine im Kampf mit meiner Erkrankung fühle.

Bloggen mit meinem Handi-Cap

Eine Webseite oder Blog zu führen, so dass ich selbst damit zufrieden bin, ist deswegen ein riesiger Kraftakt. In Kombination mit Antriebs-und Konzentrationsstörungen komme ich neben dem normalen Leben, was ja auch eingeschränkt ist, einfach nicht mehr mit.  So kommt es dann dazu, dass schon Geschriebenes lange liegen bleibt, nicht mehr aktuell ist oder mehrere Tage oder Wochen braucht, um fertig gestellt zu werden. Wenn überhaupt. Viele Ideen verlieren schnell ihren Reiz und Projekte bleiben unfertig in einer Ecke liegen. Das macht mich sehr traurig und anstatt den Mut zusammen zunehmen und weiter zumachen, ziehe ich mich zurück.

Die sozialen Medien und meine Erkrankung

Habe ich dir im letzten Update an dieser Stelle…

Ich möchte am Ball bleiben

Nun, es wird weiter gehen. Vielleicht jeden Tag ein bisschen oder auch ein bisschen mehr, wenn es gut läuft. Wem dies nicht reicht, da ist es mir egal. Wer dies gelesen hat und bleibt, auf den freue ich mich. Per E-Mail, und manchmal noch bei Twitter oder Instagram, bin ich gerne da. Die größte Aufgabe in meinem 2. Leben

Den Staub wische ich dann mal weg und die Spinnen kehre ich aus. In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal.

Eure heimmie

Liebe Grüße

 

 

 

 

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