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Die Mäuschengeschichte

Meine Leidenschaft zu Mäusen ist vor vielen Jahren entstanden, da waren die Katzen noch gar nicht bei uns eingezogen. Auslöser war, als ich eines Tages im heimischen Garten ein verwaistes Baby-Feldmäuschen im Blumenbeet fand. Es tat mir so leid, wie es da lag, noch nackt mit geschlossenen Äuglein und fiepend nach der Mama rufend. Den ganzen Tag ging das so und hätte meine Ma mich nicht zurückgehalten, hätte ich das Mäuschen eingepackt und mit ins Haus genommen. Gott, da hat nur mein Herz dominiert und der Kopf war ausgeschaltet.

Aber nach dieser Begegnung ging mir das Thema Mäuse einfach irgendwie nicht mehr aus dem Hirn. Der Gedanke, Hausmäuse in einem Käfig als Haustiere zu haben, nahm immer mehr Form an und ich beschäftigte mich natürlich auch mit einschlägiger Lektüre. An Wüstenrennmäuse selbst habe ich da damals noch gar nicht gedacht bzw. ich kannte sie noch nicht. Nach einigen Gesprächen mit der Familie, dass ich mich auch wirklich immer regelmäßig um die Tiere kümmere, stand dann doch eines Tages wirklich der definitive Einkauf vor der Türe.

In der kleinen Zoohandlung bei meinen Eltern in der Nähe schauten meine Ma und ich uns dann um und ließen uns beraten. Neben den normalen Hausmäusen hatte man dort noch die besagten Wüstenrennmäuse in der “Auslage”. Wie gesagt, wusste ich bis da hin noch gar nichts von deren Existenz, war aber viel entzückter davon, als von den “normalen” Mäusen. Tcha, und nach einigem Abwägen von Vor- und Nachteilen der Hausmaus, (unter anderem der intensivere Geruch, die kurze Lebenserwartung, Handhabung und den kleinen nackten Schwanz *grusel*), entschloss ich mich schließlich für die Rennmaus. *love* Quasi, die Liebe auf den ersten Blick. *schwärm*

Anfänglich hatte ich doch ziemliche Schwierigkeiten mit der Handhabung. Irgendwie wollte ich sie anfassen, aber irgendwie ging das nicht. Als wenn eine Mauer im Kopf mich blockierte. Das Gezeter war riesig und dann gab es ja noch die Sache mit den kleinen scharfen Zähnchen: Als ich das erste Mal so richtig gebissen wurde und der Kerl einfach nicht mehr losließ, war ich fix und fertig. “Ich fass den nie wieder an! Der kann mich mal!”, jammerte ich, aber heute bin ich über solche Erfahrungen sehr froh, denn man kann auch die Gesten einer Maus lesen und so kleine Wehwehchen vergisst man beim nächsten Anblick der kleinen dunklen Kulleraugen sehr schnell wieder. *lach*

Heute mag der Kontrast zwischen Katzen und Mäuse in einem Haushalt sehr groß sein, aber glaubt mir, das kann auch lustig sein, ja, wenn man denn aufpasst. Manchmal, wenn ich längere Zeit bei meinen Eltern im Urlaub bin, nehme ich die Zwerge gerne mit. Ich lasse sie höchsten 2 bis 3 Tage alleine. Anders wäre es für meine Seele nicht akzeptabel. Es ist halt Liebe. Zu jedem Einzelnen. Den Katzen habe ich schon geschworen ihnen die Höhle heiß zu machen, wenn ich entdecke, dass einer meine Mäuschen killt. Eigentlich bin ich da sehr vorsichtig. Die Katzen springen definitiv auf die Rennies an und daher lasse ich sie nie alleine im Zimmer bleiben. Die Kater sind tierisch neugierig und hocken meist auf einem Sessel vor dem Käfig und gaffen. Katzen-TV! *lach* Aber ich habe auch fotografische Belege, dass sie schon auf dem Käfig saßen und von oben reinspähten. *smile*  Fatal, wenn man dann vergessen hätte, die Türen des Käfigs zu verschließen. Meine kleine Dame Minka ist eher verhalten. Sie traut sprichwörtlich dem Braten nicht und weiß genau, wenn sie in mein altes Zimmer kommt, ’Hier ist etwas anders.’, dann schleicht sie sich entweder langsam an den Käfig ran oder manchmal hat sie so viel Angst, dass sie rückwärts wieder aus dem Zimmer geht. *kicher*

Nachfolgens werde ich mit der Zeit alle meine Mäuschen vorstellen. Es gab da nämlich schon Micky, Samy, Speedy, Süßer, Floh, Gismo, Bowny und Greydy. *smile* Von der Lebenserwartung her habe ich zwischen 1 und 3 Jahren alles dabei gehabt. Ebenso wie viel Krankheit und natürlich auch dem schwierigen Thema Tod, aber mit 100 Mal mehr Freude und Spaß bin ich immer noch leidenschaftlich den Tieren treu geblieben. Mein größter Traum wäre es eigentlich, eine eigene Katze in meinem Haushalt zu besitzen, aber da ich leider eine Allergie gegen diese doch so lieben Tiere habe, wird dies sicher auch nur ein Traum bleiben. Mit Hamstern, Meerschweinchen und so habe ich nicht wirklich viel am Hut, aber ich habe heute einfach das Gefühl, das Wüstenrennmäuse einfach zu mir gehören.

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